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Unter dem Turban des Geschichtenerzählers

Der Ursprung in Jack Bauers Schaffen liegt in der freien Malerei und Zeichnung. Von Beginn an ist es poetisch, erzählerisch und bewegt sich in einer intensiv versinnlichten Alltagswelt. Aus diesem Tun heraus, das sich früh schon ins Serielle hineinstrukturierte, bildeten sich immer markantere Themenkreise, die in ihren Gruppierungen einer rhythmischen Wandlung oder einem inneren Diktat zu folgen scheinen. Ebenso diesem Wandel unterzogen sind die materiellen und somit auch die stilistischen Ausdrucksmittel Bauers, welche Hand in Hand mit dem geistigen Inhalt als untrennbares Paar auftreten.
 
  Ab einem gewissen Zeitpunkt begannen diese Werkgruppen, ein zu seiner vielfältigen, künstlerischen Tätigkeit simultanes Eigenleben zu führen, das den eigentlichen Kernpunkt seiner philosophischen Reflexionen spiegelt. Jack Bauers Serien stehen stark unter dem Einfluss von Natur, Raum und Zeit. Sie zeigen neue Positionierungen dieser magischen Gesetze in einer uns immer differenzierter scheinenden Weltanschauung auf. Betrachtet man die Zyklen von den Spechtfetischen über die Aescher bis hin zu den Angkor-Diagrammen, so lässt sich diese Entwicklung als Zwischensumme einzelner Kapiteln lesen, die sich zu einer spielerisch, ironisch und nicht zuletzt autobiografischen Projektion ergänzen.
Denn der signifikante Modus dieses narrativen Spannungsfeldes sind die chronischen Berührungspunkte mit der Realität Bauers. Die Momente, in denen das von ihm im Alltag oder auf Reisen erlebte kippt, sich im Kopf fundamentiert und sich zu einer neuen Realität in Form einer Werkgruppe aufspaltet. Dieser reale Moment scheint jedoch so intim, dass er sich dem Betrachter des Endprodukts nur verschlüsselt zeigt. So verwendet Bauer in seinen Publikationen bewusst kein theoretisches Textmaterial als zusätzliche Erläuterung, denn wie er selbst sagt, arbeitet sich das persönliche Geschehnis ja durch ihn in ein Zustandsbild, in dem der Instinkt der Verschwiegenheit den Vortritt lässt.

 
    -Pierre Magmardee-